Ein sehr ruhiges Jahr

Zuletzt aktualisiert: 13 März 2014
Erstellt: 21 Oktober 2013

Die Feuerwehr St. Blasien musste in den vergangenen Monaten nur selten ausrücken.

Bericht der Badischen Zeitung

ST. BLASIEN (sb). Es sei das ruhigste Jahr seit langer Zeit gewesen, sagte der Schriftführer der Feuerwehr St. Blasien, Johannes Link, bei der Hauptversammlung am Montagabend im Gerätehaus. Zu 29 Einsätzen mussten die Einsatzkräfte seit der vorigen Hauptversammlung ausrücken.
Dabei sei es meist um technische Hilfeleistungen gegangen, sagte er. Umgestürzte Bäume oder kleinere Ölspuren mussten beispielsweise beseitigt werden. Brandmeldeanlagen hätten sieben Mal Alarm geschlagen, im Vergleich zu den Vorjahren sei diese Zahl aber "äußerst gering". Vielleicht liege das daran, dass die Anlagen in den verschiedenen Gebäuden mittlerweile auf einem sehr guten technischen Stand seien.

Fünf Brände verzeichnete die Feuerwehr in diesem Jahr. Dabei sei der Brand der Schaltanlage des Energieversorgers Energiedienst im Frühjahr für die Feuerwehr nur ein kleiner Einsatz gewesen, die Auswirkungen waren damals dennoch sehr groß. Ein geschlossener Kamin in Menzenschwand und eine brennende Hobbywerkstatt im Albtal führten ebenfalls zu Einsätzen.

Viel zu tun hatte die Feuerwehr dennoch: Viele Mitglieder erlernten den Umgang mit der neuen Drehleiter und auch viele andere Fortbildungen besuchten die Feuerwehrleute. Die Gemeinschaft pflegten die Mitglieder in den drei Abteilungen Albtal, Menzenschwand und St. Blasien, sie sammelten Eisen, halfen an der Strecke des "Ultra Bike Marathons" und nahmen an mehreren kirchlichen und weltlichen Veranstaltungen teil. Und bei den Domfestspielen waren Mitglieder der Feuerwehr hinter der Bühne, beispielsweise im Technikteam, und auch auf der Bühne im Einsatz.

Die Ausbildung habe dieses Jahr geprägt, sagte Stadtkommandant Clemens Huber. Das wurde auch bei den Beförderungen 13 Angehörigen der Feuerwehr deutlich. Und gerade beim Einsatz im Albtal habe sich gezeigt, dass die Tagesbereitschaft der St. Blasier Feuerwehr noch sehr gut sei. Dabei profitiere sie auch von Feuerwehrmännern anderer Gemeinden, die in örtlichen Unternehmen arbeiten und dann zusammen mit den Kollegen aus St. Blasien ausrücken.

Einsätze und Übungen könne man sehen. Einen Teil der Arbeit, der in den drei Feuerwehrgerätehäusern der Stadt geleistet werde, sehe man aber nicht, sagte Huber: Die Fahrzeuge müssen nach jedem Einsatz gepflegt und auf den nächsten Einsatz vorbereitet werden. Auch viel Schreibarbeit müsse erledigt werden. Zudem setzen sich viele Mitglieder auch für die Ausbildung des Nachwuchses ein – elf Jugendliche gehören zur Jugendfeuerwehr in St. Blasien, acht werden in Menzenschwand ausgebildet. Diese Arbeit sei für die zukünftige Einsatzbereitschaft besonders wichtig, hieß es.