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Einsatzart: Techn. Hilfe > Hochwasser
Einsatzort: St. Blasien
Datum: 04.01.2018
Einsatzbeginn: 15:05 Uhr
Mannschaftsstärke: Ca. 400
eingesetzte Kräfte :

Feuerwehr
Rettungsdienst
    Polizei

      Fahrzeugaufgebot : ELWLF 20-KatSSW 2000MTWTSF-W AlbtalTSF-W MenzTLF 16/24-Tr MenzRW
      Tech. Hilfeleistung

      Schon früh im Jahr 2018 wurde St. Blasien mit allen Ortsteilen von einem Hochwasser betroffen, wie es zuletzt nur 1990 gab. Schon am frühen Nachmittag am 04.01.2018 erkannte man, dass der Pegel der Alb rasant anstieg. Gleich wurden erste Vorbereitungen für ein Hochwasser getroffen. Die Ersten Einsätze wurden gegen 15:00 Uhr gemeldet. Die normalen Tätigkeiten bei einem Hochwasser, wie z.B. Sandsäcke füllen und verteilen, Keller auspumpen etc., wurden von der Feuerwehr abgearbeitet. Gegen Abend stieg der Pegel weiter dramatisch an, so dass das Einsatzstichwort erhöht wurde und weitere Einsatzkräfte nach St. Blasien bestellt wurden. Ein Hochwasserschutzdamm wurde von den Feuerwehren Waldshut, Murg und Küssaberg aufgebaut. Ein Krisenstab wurde mit verschiedenen Hilfsorganisiationen gebildet. Es wurde entschieden, dass aufgrund des weiter steigenden Pegels, Teile der Menzenschwander Str. evakuiert werden musste. Als Unterkunft war die Pater-Alfred-Delp-Halle des Kolleg St. Blasien vorbereitet worden. Noch während der Planung der Evakuierung, traf eine Blitzmeldung ein, dass sich im Ortsteil Menzenschwand ein Erdrutsch ereignete, der mehrere Häuser unter sich begrub. Es war nicht klar, ob Menschen zu Schaden gekommen sind. Glücklicherweise entschärfte sich die Situation nach der ersten Lagemeldung. Es waren keine Personen in Gefahr und der Erdrutsch erwies sich als ein übergetretener Sturzbach, der Schlamm und Geröll mit sich riss. Trotzdem musste mit weiteren Erdrutschen gerechnet werden, so dass eine Großzahl der Einsatzkräfte in Bereitschaft bleiben musste und normale Pumparbeiten eingestellt wurden. In den frühen Morgenstunden entspannte sich die Lage allmählich. Der Pegel der Alb sank kontinuierlich und das Wasser ging auch in der Menzenschwander Str. zurück, so dass alle evakuierten Personen wieder zurück in ihre Häuser konnten. Am nächsten Morgen wurde bei Tageslicht begonnen, alle gemeldeten und gefahrlosen Einsatzstellen abzuarbeiten, die in der Nacht aufgrund der Situation in Menzenschwand und der Evakuierung nicht bearbeitet werden konnten. Mit einem Hubschrauber wurde die Lage aus der Luft erkundet. Die Einsatztätigkeiten und Aufräumarbeiten dauerten bis zum Sonntagnachmittag an.

      Im Einsatz waren ca. 400 Einsatzkräfte von der Feuerwehr, DRK, THW, DLRG, Bergwacht und der Polizei. Gemeldet wurden ca. 100 Einsatzstellen in allen drei Ortsteilen.

      Wir danken allen beteiligten Hilforganisationen und der Bevölkerung für ihre Hilfe.

      Weitere Informationen, Bild- und Videomaterial können sie aus der Presse entnehmen:

      http://www.badische-zeitung.de/st-blasien

       

       

       

      Sonstige Informationen