Zuletzt aktualisiert: 09 Oktober 2021
Erstellt: 09 Oktober 2021

Einsatzbericht Hochwasserzug Waldshut Flutkatastrophe Rheinland-Pfalz 2021

Mitte Juli 2021 kam es in Folge von Starkregen zu Sturzflutartigen Zuständen im gesamten

Ahrtal.

Die Ausgangslage war ein sehr nasses Frühjahr 2021 mit immer wieder viel Regen.

Die Böden konnten nicht mehr viel Wasser aufnehmen." Zudem habe sich Tief "Bernd" am

Mittwoch intensiviert. Schwülwarme Luft aus Norddeutschland habe die Wolkenmassen über

den Mittelgebirgen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen regelrecht "ausgequetscht".

Daher die intensiven Regenfälle von 150 bis 200 Liter pro Quadratmeter binnen 48 Stunden,

von der Eifel über die Kölner Bucht, das Bergische Land bis ins Sauerland. [Zitat: SWR v.

16.07.2021)

Zum Einsatzende des Hochwasserzuges Waldshut am 03.08.2021 wird die Situation vom

Land Rheinland-Pfalz wie folgt beschrieben:

Aktuelle Situation - Zahlen und Fakten (Stand: 03.08.2021 - 09:00 Uhr)

  •   139 Personen sind verstorben (davon wurden 106 Personen identifiziert)

  •   26 Personen werden derzeit vermisst

  •   766 Personen wurden verletzt

  •   Rund 5.000 Kräfte sind von Feuerwehr, Hilfsorganisationen, THW, Polizei und Bundeswehr im Schadensgebiet im Einsatz.

  •   Die Wasserversorgung wird durch Container sichergestellt, deren Betankung die Bundeswehr im Pendelverkehr sicherstellt.

  •   Im Bereich der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) wurden von rund 60 Einsatzkräften bisher circa 370 Einsätze bearbeitet.

  •   Treibstoff wird über die Kräfte der Bundeswehr verteilt.

  •   Wetter: Aktuell gibt es keine aktive Warnung in der Region Ahrtal durch den DWD.

    Gewitter mit starken bis stürmischen Böen ist möglich. Es soll immer wieder Schauer

    geben und ab Mittag ist Starkregen mit 20mm pro Stunde möglich.

  •   Die Wegesituation verbessert sich stetig, dennoch besteht nach wie vor in vielen

    Lagen ein großer Räumungsbedarf.

  •   Der Grundschutz von Brandschutz und Sanitätskomponenten ist mittlerweile in allen

    Orten sichergestellt.

Vorplanung

Im Juni 2021 wurden die Katastrophenschutzzüge des Landkreises von Kreisbrandmeister

Dominik Rotzinger neu geordnet und deren Einsatzbereitschaft an das Regierungspräsidium

Freiburg gemeldet. Der Hochwasserzug des Landkreis Waldshut besteht gemäß Planungen

aus Einheiten der Feuerwehren St. Blasien sowie Küssaberg (GW-L2).

Im Zuge der Flutkatastrophe gab es eine erste Vorabinformation über einen möglichen

Einsatz am 16.07.2021 auf Kreisebene. Nachdem in der Akutphase keine Alarmierung des

Hochwasserzuges Waldshut erfolgte, kam es zu einer möglichen Anforderung durch das RP

Freiburg am Samstag, 24.07.2021. Aufgrund der Erfahrungen des Führungszuges C WT

wurde der Hochwasserzug Waldshut neu zusammengestellt, so sollte eine autarke

Versorgung, zur möglichen Übernachtung und Verpflegung im Schadensgebiet sichergestellt

werden, hierzu wurde ein GW-Betreuung des DRK angegliedert. Des Weiteren wurde der

GW-L2 durch einen GW-Rüst mit Kran (Albbruck) ersetzt, sowie ein TLF24/50 (Waldshut)

ergänzt. Zwei Einsatzkräfte aus Höchenschwand ergänzten den Zug. (Anlage 1)

Noch am Samstag, 24.07.2021 kam es zu einer WebEx der betroffenen Kommandanten

sowie Hans-Werner Schlett (KBL DRK) zu ersten Vorabstimmung. Daraufhin erfolgte eine

Abfrage der teilnehmenden Einsatzkräfte sowie eine detaillierte Planung der zusätzlichen

Beladung die zur Normausstattung der Fahrzeuge benötigt werde. Gerade die autarke

Versorgung und Unterkunft sorgte für eine sehr umfangreiche Planung des DRK, sowie erste

Packversuche am Sonntag, 25.07.2021. Neben dem GW-Betreuung wurde entschieden

einen Kühlanhänger zur Kühlung der Lebensmittel mit in den Zug anzugliedern. Den

teilnehmenden Einsatzkräften wurde eine Packliste für die persönliche Ausstattung

übermittelt. Am Montag, 26.07.2021 09:26 Uhr kam die Entwarnung, das

Regierungspräsidium Freiburg meldete an KBM Dominik Rotzinger, dass der

Hochwasserzug Waldshut nicht mehr erforderlich ist.

Am Mittwoch, 28.07.2021 wendete sich das Blatt und es gab eine neue Anforderung des

Hochwasserzuges Waldshut bzw. des Hochwasserverbandes Freiburg. Woraufhin eine

erneute Abfrage der Einsatzkräfte erfolgte, bereits am selben Tag 18:00 Uhr kam der

Einsatzbefehl für den Hochwasserzug Waldshut. Daraufhin wurde der Sammelplatz der

Einheiten des Hochwasserzuges Waldshut auf Donnerstag, 29.07.2021, 12:00 Uhr in St.

Blasien festgelegt. Die vorgesehenen Arbeiten lauteten: Pumpen, Räumen, Sichern,

Freilegen von Bachläufen und Kanälen, helfende Hände für Bevölkerung und Sicherung des

Grundschutz. Die Einsatzdauer wurde bis Montag, 02.08.2021 vorgesehen.

 

 

Einsatzbeginn

Die Einheiten aus Waldshut, Albbruck und GW-Betreuung sammelten sich am Donnerstag,

29.07.2021 10:00 Uhr am Gerätehaus Kaitle um dort erstes Material zuzuladen. Zugführer

Tobias Schneider kam ebenfalls zur Beladung der Fahrzeuge in das Kaitle.

Nach Beladen der Fahrzeuge mit dem restlichen Gepäck startete der Hochwasserzug um

13:10 Uhr in Kolonnenfahrt nach Bruchsal zum Sammelpunkt, dortiges eintreffen nach

kurzes Tankstopp um 17:50 Uhr. In Bruchsal wurde der Hochwasserverband Freiburg

komplettiert, ein erstes Kennenlernen des Verbandführers Lucas Kimmi sowie der anderen

Zugführer erfolgte. Die Einsatzkräfte bekamen eine warme Mahlzeit sowie ein Lunchpaket

ausgehändigt. Um 19:12 Uhr setzte sich der Verband in Bewegung, aufgrund der

Verkehrssituation wurde die Kolonnenfahrt im Verband aufgegeben und die Anfahrt erfolgte

Zugweise in Kolonnenfahrt in Richtung Bereitstellungsraum Nürburgring. Dortige Ankunft war

ca. 23:00 Uhr, nach Abladen der Feldbetten und des persönlichen Gepäcks konnten gegen

00:45 Uhr die bereitgestellten Zelte zur Nachtruhe bezogen werden.

Die Einheiten sollten sich am Freitag, 30.07.2021 08:00 Uhr einsatzbereit halten. Die

Fahrzeuge wurden einsatzbereit gemacht (Tanken) sowie Fahrzeugkunde aller Fahrzeuge

durchgeführt. Bereits um 10:30 Uhr erfolgte der Einsatzbefehl zur Verlegung des

Hochwasserzuges Waldshut sowie Ortenau nach Bad Neuenahr-Ahrweiler in die

Ehrenwallsche Klinik, in der Walporzheimerstraße. Aufgrund eines anderen

Erkundungsauftrages des Führungsfahrzeuges Ortenau übernahm der ELW St. Blasien die

Führungsrolle der Kollonenfahrt beider Züge. Ein Kilometer vor dem Einsatzort wurde ein

Haltepunkt auf einer gesperrten Bundesstraße in Abstimmung mit der Polizei eingerichtet.

Um 12:35 Uhr erreichte der komplette Zug, nach Erkundung der Aufstellflächen durch den

ELW, die Einsatzstelle. Das TLF24/50 sowie der Stromanhänger wurden aus Platzgründen

am Haltepunkt belassen.

An der Ehrenwallschen Klinik wurden aufgrund des Schadensausmaßes (ca. 6.500m2

Grundfläche, UG und EG komplett beschädigt) in zwei Einsatzabschnitte geteilt, den

Gebäudeteil C (Neubau) übernahm der Zug Ortenau, den Gebäudeteil A (Altbau) übernahm

der Zug Waldshut. Im Gebäudeteil A wurden drei Einsatzschwerpunkte gebildet:

1. Elektrischer Betriebsraum/ Lüftungsanlage

2. Lack- und Farblager

3. Heizungskeller

Einsatzstelle

Objektinformation

Bei dem Objekt Ehrenwallsche Klinik handelt es sich um eine psychatrische Klinik, zum

Flutereignis befanden sich ca. 139 Patienten (inklusive geschlossene Abteilung) sowie x-

Mitarbeiter im Haus. Glücklicherweise gab es trotz der exponierten Lage an der Ahr keine

Toten oder Verletzte. Das Hauptgebäude ist ca. 140 Jahre alt, nach Aussage der Betreiber

hat das Gebäude noch nie ein Hochwasser erlebt. Der Pegelhöchststand vor 2021 in

Ahrweiler wurde mit 3,50m (HQ100) beziffert, Aussagen von Anwohnern nach, betrug der

Höchststand im Juli 2021 11,50m, wobei scheinbar ein Pegelanstieg von 5m in 12 Minuten

erfolgte. Nach Beschreibung der Haustechnik kam es während des Flutereignisses zum

Stromausfall, woraufhin die Aufzüge normgerecht in das EG fuhren, welches ca. 1,50m- 2m

unter Wasser stand, glücklicherweise befanden sich zu diesem Zeitpunkt keine Personen in

den Aufzügen.

Beginn der Arbeiten

Gegen 13:00 Uhr konnte mit den eigentlichen Arbeiten begonnen wurden, am

Einsatzschwerpunkt 1 (elektrischer Betriebsraum) galt es zunächst eine stark verformte

Brandschutztür mit Trennschleifer und Handwerkzeug zu entfernen, im Raum befanden sich

ca. 60cm Schlamm, welcher entfernt werden musste. Dafür wurde zunächst Wasser aus der

Ahr über die Tragkraftspritze wieder in das Gebäude gepumpt, um den Schlamm zu

verflüssigen. Das Wasser-Schlamm-Gemisch wurde mit Schmutzwasserpumpen aus dem

Raum gepumpt. Eine Maßnahme, die sehr zeitintensiv war, da die Pumpen immer wieder

verstopften und manuell gereinigt werden mussten.

Im Einsatzschwerpunkt 2 Lacklager, wurde zunächst über die Einsatzabschnittsleitung die

ATF (Analytische Task Force) der BF Dortmund angefordert, da in dem Lack- und Farblager

zahlreiche undefinierbare und teil beschädigte Kleingebinde lagerten, zusätzlich war der

Raum mit ca. 30 cm Schlamm gefüllt. Nach Freigabe der ATF Dortmund wurde mit dem

Ausräumen der Gefahrgüter unter leichtem Chemiekalienschutzanzug mit Vollmaske und

Kombifilter auf einen zuvor definierten Sammelplatz mit Folienauskleidung begonnen. Der

Schlamm wurde nach Rücksprache mit der ATF im Außenbereich mit den anderen

Trümmern zwischengelagert. Des Weiteren wurde in einem weiteren Raum mit Kühlanlage

noch auslaufendes Kältemittel mit Bindemittel gebunden, sowie die Austrittsstelle

dichtgesetzt.

Um 14:30 Uhr wurde der RW zu einer Einsatzstelle in die Ortsmitte (Marktplatz) angefordert,

um mit dem Dreibein und der Absturzsicherung eine Kanalreinigungsfirma kurzzeitig zu

unterstützen.

De Einsatzschwerpunkt 3 begann mit dem Ausräumen des mit allerlei Trümmern gefüllten

Heizungskellers, in der Wanne der Heizungsanlage befanden sich ca. 4.000l Öl-

Wassergemisch, um auspumpen wurde über die Einsatzabschnittsleitung ein Saugwagen

angefordert (Anmerkung, dieser ist bis zum letzten Einsatztag nicht eingetroffen).

Erschreckend war, dass wir von der Bevölkerung angesprochen wurden, ob wir eine Scheibe

Brot für diese hätten, da diese kein Essen haben. Daraufhin haben beide im Schadensgebiet

befindlichen Züge, einen Teil ihrer Marschverpflegung eingesammelt und der Bevölkerung

zur Verfügung gestellt. Dies wurde an den Folgetagen wiederholt.

Um 17:30 Uhr wurde mit dem Abbau an dem ersten Einsatztag begonnen, nach

Grobreinigung und Rückfahrt erreichte der Zug um 19:43 Uhr den BR Nürburgring.

 

 

2. Einsatztag

Am 31.07.2021 um 07:20 Uhr verlegte der Hochwasserzug Waldshut erneut in das

Schadensgebiet um die am Vortag begonnen Arbeiten weiterfortzuführen. Aufgrund der

enormen Geruchsbelastung im Heizungskeller wurde das Be- und Entlüftungsgerät in den

Einsatz gebracht und regelmäßige CO- und Sauerstoffmessungen durchgeführt.

Gegen 09:00 Uhr kam es zu einem medizinischen Notfall eines im Einsatzbereich

befindlichen LKW-Fahrers, der durch Hupen auf sich aufmerksam machte und in der Folge

im Fahrerhaus kollabierte (Symptomatisch Verdacht auf Herzinfarkt). In Zusammenarbeit mit

Kräften des Zuges Ortenau (darunter eine Notfallsanitäterin) wurde der Patient mit dem

Spineboard aus dem Fahrerhaus gehoben und bis zum Eintreffen des RTW und NEF

erstversorgt. Die Spedition wurde vom ELW St. Blasien informiert und das Fahrzeug

aufgrund geöffneter Scheiben, witterungsfest gesichert.

Am Einsatztag zeigte sich, dass die umliegenden bereitgestellten IBCs zur

Brauchwasserversorgung der Bevölkerung nicht gefüllt wurden, die dafür eingeteilten TLF

der Bundeswehrfeuerwehr wurden abgezogen, nach Rücksprache mit diesen Einheiten

übernahm kurzerhand das TLF24/50 das Füllen dieser Behälter und unterstützte in der

angrenzenden Straße die Bevölkerung, welche dies sehr dankbar aufnahmen. Des Weiteren

wurde der Staub auf den Straßen durch Benetzen gebunden.

Des Weiteren wurde festgestellt, dass die im Schadensgebiet befindlichen Chemietoiletten in

einem extrem unhygienischen Zustand befanden und diese drohten überzulaufen, daraufhin

wurde über die EAL die Reinigung dieser beauftragt (Anmerkung, bis zum Einsatzende nicht

erfolgt).

Gegen Einsatzende meldete sich eine Spontanhelferin aufgrund einer Augenverletzung

(Schlamm im Auge) beim Zugführer, Erste-Hilfe konnte durch Sanitätspersonal der

Versorgungseinheit Zug Ortenau übernommen werden.

Aufgrund der langanhaltenden Reinigungsmaßnahmen der Einsatzgerätschaft und

Mannschaft wurde bereits um 16:15 Uhr mit dem Rückbau und der Grobreinigung begonnen,

die Mitführung eines Hochdruckreinigers hat sich als sehr sinnvoll erwiesen. Gegen 18:00

Uhr erfolgte die Rückfahrt in den Bereitstellungsraum.

 

 

3. Einsatztag

Um 08:08 Uhr erneutes Eintreffen im Schadensgebiet in Ahrweiler, die Arbeiten des

Vortages wurden wieder aufgenommen. Das TLF wurde erneut für die Befüllung der IBCs

sowie zur Staubbindung eingesetzt. Im Laufe des Einsatztages wurden weitere Räume von

Schutt und Schlamm befreit (Telefonzentrale) sowie Datenträger in trockenen Räumen

gesichert und sensible Gegenstände (Schlüssel) an den Klinikbetreiber übergeben. Zur

Räumung mussten einige schwere Gegenstände mit dem Trennschleifer zerteilt werden.

Eine Einsatzkraft des Zuges WT klagte im Einsatzverlauf über Kreislaufprobleme und wurde

daraufhin aus dem Einsatz herausgelöst und durch den FüAss des ELW ersetzt. Im Bereich

des Lacklagers wurde festgestellt, dass der Boden eingebrochen ist, daraufhin wurde

nochmals der Fachberater des THW zur Einschätzung der Statik an die Einsatzstelle

geordert, welche nach Prüfung jedoch nicht gefährdet war. Der Kellerbereich rund um das

Lacklager wurde vollends vom Schlamm befreit und durch Wassereintrag grob gereinigt.

Gegen 16:15 Uhr wurden die Maßnahme beendet und erneut mit der Grobreinigung der

Einsatzkräfte und des eingesetzten Materials begonnen. Gegen 18:00 Uhr erfolgte die

Rückfahrt in den BR Nürburgring.

 

 

Letzter Einsatztag

Nach Rücksprache mit dem Verbandsführer erfolgte für den Hochwasserzug Waldshut keine

Verlegung mehr in das Schadensgebiet, so konnte um 07:30 Uhr mit dem Rückbau des

Feldlagers begonnen werden. Die Abfahrt erfolgte um 08:45 Uhr. Nach Zwischenstopp am

Sammelpunkt Gerätehaus St. Blasien um 17:20 Uhr, waren alle Einheiten um 19:30 Uhr an

ihren Standorten

Am darauffolgenden Tag Dienstag, 03.08.2021 erfolgten umfangreiche Reinigungs- und

Desinfektionsmaßnahmen der eingesetzten Fahrzeuge sowie der PSA, diese zogen sich

noch bis ca. 17:00 Uhr hin. Daraufhin konnten alle Fahrzeuge wieder auf Status 2 gesetzt

werden.

 

Fazit

Für alle beteiligten war es ein emotional sehr prägender Einsatz, die Zerstörung der

Infrastruktur durch die Flutkatastrophe grenzt an das unvorstellbare. Selbst Kriegserfahrene

Bundeswehrsoldaten, welche sich dort im Einsatz befanden, sprechen von schlimmerer

Zerstörung als in den Kriegsgebieten. Die Berichte der Bevölkerung sind unglaublich und

verstärken die in den Medien dargestellte Berichterstattung. Die beteiligten Einsatzkräfte des

Hochwasserzuges Waldshut sind dankbar zumindest einen kleinen Beitrag geleistet zu

haben, auch mit dem Wissen, dass der Wiederaufbau der Infrastruktur dort noch Jahre

benötigen wird. Die Zusammenstellung des Zuges mit den eingeteilten Fahrzeugen war für

die anfallenden Arbeiten ideal. Gerade auch die Versorgungskomponenten erleichterte dem

Zugführer die Konzentration auf die Aufgaben der Feuerwehr. Im Bereich Unterkunft und

Verpflegung wurde an jedes Detail gedacht und auch eine autarke Versorgung im

Schadensgebiet wäre sichergestellt gewesen. Dennoch war gerade die Verlegung jeden

Abend in den Bereitstellungsraum eine deutliche Entlastung für die Einsatzkräfte so konnte

unter hygienisch guten Zuständen Abstand genommen werden von den Eindrücken des

Tages. Die personelle Zusammensetzung und vor allem der Zusammenhalt des aus

verschiedenen Feuerwehren und Einheiten zusammengesetzten Hochwasserzuges war sehr

gut, bereits am zweiten Tag spürte man einen echten Zusammenhalt. Jeder konnte sich auf

den anderen zu 100% verlassen.

Leider zeigte sich gerade an der Nachforderung verschiedener Arbeitsgeräte und Dinge über

die EAL zur EL die Überlastung, es ist unbefriedigend, wenn diese über den Einsatzverlauf

nicht zum Abschluss gebracht werden können. Zumal es sicherlich immer

Informationsdefizite an den Folgeverband geben wird.

Als wichtigstes Kommunikationsmedium im Verband und auch im Zug hat sich WhatsApp

herauskristallisiert, ein Zustand, der sicherlich zum Nachdenken anstößt.

Auch hat sich gezeigt, dass die Überbekleidung Brandbekämpfung für solche Einsatzarten

und -zeiten ungeeignet sind. Leichte Einsatzjacken wären hier von Vorteil gewesen.

Die Erfahrungen aus dem Einsatz werden mit Sicherheit auch Einfluss auf die

Einsatzplanung in den Heimatfeuerwehren nehmen.

 

 

Tobias Schneider
Zugführer, Hochwasserzug Waldshut 140 Kommandant Feuerwehr St. Blasien

 

Anlage 1

WT Zug Hochwasser

 

 

Bildmaterial

 

Hochwasser 1

Hochwasser 2

Hochwasser 3

Hochwasser 4

 

Zuletzt aktualisiert: 29 März 2021
Erstellt: 25 November 2020

.. wenn das ganze Land mehr oder weniger steht?

Wir schreiben das Jahr 2020, wir haben zur Zeit den zweiten Lockdown und das versprochene Ende wurde gerade nach hinten verschoben.  Wie geht die Feuerwehr damit um?  Die Erhaltung der Einsatzbereitschaft zu jeder Zeit ist mit das Wichtigste für eine Feuerwehr. Deshalb investieren wir viel Zeit in Lehrgänge, Probenarbeit, Wartung und Planung. Das Thema Corona macht aber keine Ausnahmen, auch nicht für uns Floriansjünger.

Auch für uns gilt Social Distancing und Maskenpflicht - egal ob im Gerätehaus oder Einsatzfahrzeug. Die Aktivitäten wurden auf das dienstlich Notwendige reduziert. Die Frühjahrsproben der Feuerwehr wurden abgesagt; für die Herbstproben wurde ein neues Format entwickelt, das Kontakte möglichst minimiert. Kameradschaftliche Aktivitäten wurden abgesagt ebenso wie die Abteilungsversammlungen aller drei Abteilungen der Feuerwehr St. Blasien. Die Jahreshauptversammlung wurde in einem besonderen, komprimierten Format abgehalten, weil in diesem Jahr interne Wahlen anstanden.  Wir Feuerwehrleute sind Menschen, die versuchen durch unser Handeln das Schicksal in bessere Bahnen zu lenken. Aber zu Zeiten von Corona ist alles anders — auch wir müssen stillhalten und bauen darauf, dass uns die Proben- und Ausbildungsarbeit der vergangenen Jahre genügend durch diese Krise bringt.

 

Zuletzt aktualisiert: 23 Dezember 2020
Erstellt: 19 Oktober 2020

Unter hohen Infektionsschutzvorkehrungen fand am 19. Oktober 2020 die Jahreshauptversammlung der Feuerwehr St. Blasien statt.  Die Umstände der Versammlung standen ganz im Zeichen der Covid-19-Epidemie.  So fand die Versammlung dieses Jahr um den Abstand zwischen den Teilnehmen waren zu können in der freundlicherweise vom Kolleg zur Verfügung gestellten Pater-Delp-Halle statt.  Die Versammlung fand nur statt weil gemäß der Satzung der Feuerwehr in diesem Jahr das gesammte Kommando der Gesamtwehr und der Abteilungen zu wählen war.  Unter anderem stand Kommandant Frank Bercher nicht mehr zur Wiederwahl zur Verfügung.  Die Abteilungsversammlungen der drei Abteilungen St. Blasien, Menzenschwand und Albtal fielen dieses Jahr aus weshalb die Wahlen der Abteilungen  dieses Jahr ebenfalls in der Jahreshauptversammlung stattfanden.

Gesamtwehr St. Blasien

Es wurden gewählt:

Kommandant   Tobias Schneider
Stv. Kommandant   Matthias Schmidt
Stv. Kommandant   Steffen Seydel
Schriftführer   Raphael Müller

 

Abteilung St. Blasien

Es wurden gewählt:

Abteilungskommandant   Tobias Schneider
Stv. Abteilungskommandant   Matthias Schmidt
Stv. Abteilungskommandant   Steffen Seydel
Schriftführer   Raphael Müller
Kassierer   Julian Nocke
Beirat   David Wagner
    Christian Mutter
    Fabian Schneider

 

Abteilung Menzenschwand

Es wurden gewählt:

Abteilungskommandant   Andreas Spitz
Stv. Abteilungskommandant   Manuel Kiefer
Schriftführer   Stefan Gutbier
Beirat    Rainer Baur
     Tobias Lorenz

 

Abteilung Albtal

Es wurden gewählt:

Abteilungskommandant    Roland Hierholzer
Stv. Abteilungskommandant    Andreas Lohn
Schriftführer    Stefan Jehle
Beirat    Nico Alex